Donnerstag, 15. Juli 2010

sechster tag

Gemütlich nach dem frühstück sind wir für halb elf zum projekt aufgebrochen. Florian und elena haben uns erklärt, dass einer der festivalpunkte ein trommelworkshop von uns ist. Den wollten wir jetzt durchführen. Im projekt angekommen, war noch capoeira zugange und wir bekamen noch die letzte runde mit.
Mestre ratto fragte dann manni, ob er denn nicht jetzt den vortrag über die ufafabrik und sein leben in der ufafabrik halten möchte. Manni stimmte zu, und so saßen wir wieder alle im kreis und hörten manni eine halbe stunde gespannt zu. Es gab viele fragen gegen ende, so zum beispiel: „wieso könnt ihr als deutsche so gut percussion spielen?“ oder „habt ihr in der ufafabrik auch capoeirakurse?“ mestre ratto war von der geschichte der ufafabrik beindruckt und verglich die beiden projekte miteinander. „Die gemeinsamen ideen und ziele sind wichtig und die konstante umsetzung und das durchhaltevermögen nehmen wir uns als vorbild“ sagte mestre ratto am schluss.
Wir haben keinen trommelworkshop gemacht, aber trotzdem einen superschönen vormittag verbracht und das interesse hier für die ufafabrik begeistert mich wirklich und ich hoffe, sie bekommen weitere ideen von dem erzählten und kommen damit ein stück weiter…
Nachmittags hat uns joao mit anderen teilnehmer einen kleinen spontanen berimbao-workshop gegeben. das war richtig toll und er meinte dann: „ich möchte aber auch noch den trommel-workshop bei euch machen“.
Dann leitete er auf den nächsten workshop über. Der fing damit an, dass wir uns auf der straßenecke wieder fanden und um kleines lagerfeuer standen, an dem die kreolischen trommeln lagen, um „in die richtige stimmung zu kommen“. Dann sind sie für ca. eine halbe stunde spielbar und müssen dann wieder ans feuer zurück. Elena und anja haben dem tanzworkshop mitgemacht, yvonne und die tebras beim trommelworkshop. Sehr schnell hallte ein trancerhythmus durch die halle und elena und anja tanzten und wiegten sich mit langen röcken dazu. Sehr schön.
Abends sind wir dann ins theater um uns die „show do quilombo“ von agua de beber anzusehen. Vier frauen und zehn männer, tanzten und trommelten eine stunde auf der bühne. Wir haben auch den maculele mit echten schwertern, die funken sprühen, wieder erkannt. Am ende natürlich eine capoeirapräsentation vom feinsten. Die show ist stark und sehr beeindruckend.
Die festivalpunkte sind sehr schön und einfach mal was ganz neues. Es ist auch etwas anderes, brasilianische kultur in berlin oder in brasilien zu erleben. Ich hoffe, wir können die schönen eindrücke lange in uns halten…

1 Kommentar:

  1. Hallo Sara, ja versucht so viel wie möglich mit nach Berlin zu bringen und erzählt uns dann nochmal alles. Habt ihr viele Fotos gemacht? Schöne restliche Tage wünscht Petra

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