Unser vormittag war relaxt. Wir konnten gemütlich aufstehen und haben dann gewartet. Es war nicht klar ob das fernsehteam noch kommt bzw. wann wir unseren soundcheck im theater machen können. Also auf abruf bereit stehen. Um halb zwölf sind dann die ersten zum shoppen aufgebrochen. Yvonne und ich sind bei der hitze im haus geblieben. Zum mittagessen haben wir uns wieder getroffen und sind dann gemeinsam zu agua de beber um bei dem workshop „fabricacao de abe“ teilzunehmen.
Die percussionista juliana morena kam mit drei großen jutesäcken voll mit getrockneten kürbissen in die halle, stellte perlen und schnüre hin und besorgte noch zwei große eimer mit wasser und dann gings los. Es wurde noch kurz aufgeklärt, dass die fertigen abes an ein kinderprojekt gehen. Wir waren ca. 25 teilnehmer und hatten nur zehn kürbisse, so wurde zu zweit oder dritt an einem kürbis gearbeitet. Der kürbis wird nass gemacht um die feine haut und dreckreste mit einem messer abzuschaben. Der rest wird dann mit schleifpapier abgeschliffen und der kürbis sieht schon fast aus wie ein instrument. Jetzt die schnurverbindungen für die perlen. Mit dem maß einer kürbslänge mal fünf wird die schnurlänge für die perlen bemessen. Die anzahl der schnüre ist frei wählbar und das perlennetz wird dann halt gröber oder feiner. Mitten beim schneiden und knoten wurden wir dann gerufen um unseren soundcheck abzuhalten. Schön dass das theater gleich daneben liegt und gleich 20°c kälter ist. Instrumente in die hand und los, der tontechniker ließ noch auf sich warten und so haben wir die zeit zum proben genutzt. Der sound im theater war gut. Alles zu hören, nichts ist zu laut und auch mit gitarre und keyboard gab es keine probleme. Wir waren für den abend vorbereitet. Der ablauf wurde noch besprochen und dann hatten wir noch kurz zeit in die pension zu gehen, um zu chillen.
das war dann schwieriger als erwartet. Wir hatten unser erstes gruppenchaos. Unsere „kommunikation“ funktionierte nicht (senden und empfangen sollte auf gleicher welle sein :-) und es gibt eine tolle backstagetoilette die allgemein beliebt ist und auf der wurden dann alle vermutet die gefehlt haben. Florian blieb beim theater und hat gewartet, der rest dann hoch. Auf dem weg zur pension kamen uns dann jan, tim und vincent entgegen, waren die nicht auf toilette??? Oben angekommen, florian war auch schon da (es gibt eine abkürzung, aber nicht zur allgemeinen benutzung) fehlte dann noch unser jan noltus. Elena wieder auf dem weg nach unten, da kam ihr schon felipe mit jan im schlepptau entgegen (der saß nicht auf toilette, sondern bei agua de beber und bastelte an der abe weiter…) und dann hatten wir doch noch zusammen ne knappe dreiviertelstunde um uns auszuruhen.
Wir wieder pünktlich wie die maurer im theater, da wir das programm vor uns auch ansehen wollten. Als erstes das „orquestra de berimbaus“ mit gesang, trommeln und gitarre und dann die show „batuques para corpus que dancam“. Mit über einer stunde verspätung gings dann endlich los. Besonders gefallen hat uns die tanzshow in der auch seanne, felipe und janderson, unsere berlinbesucher vom letzten jahr, mitgewirkt haben.
Als letztes standen wir im programm. Dieser auftritt war anders als bei agua de beber. Das publikum saß auf den rängen und nur einige kleine „tanzausbrecher“ waren kurz vor der bühne. Also eher eine präsentation als partykonzert. Aber egal. Der applaus zwischen stücken war stark und so spielten wir unser konzert durch. Als bonbon gab es noch eine zugabe zusammen mit dem berimbao-orchester. Das war richtig klasse und es macht immer wieder spaß mit anderen musikern zusammen auf der bühne zu stehen. Das war ein toller abend. Beschwingt sind wir nach hause „getänzelt“, haben unser abendbrot auf der terasse eingenommen, gequatscht, gespielt und den tag schön ausklingen lassen! Bis bald
Hallo Sara, finde ich echt stark was ihr erlebt. Ich hoffe wir kriegen noch weitere schöne Posts. Alles Gute und viel Spaß!!!!!!! Moni and friends
AntwortenLöschenHallo Sara, müssen wir jetzt auch bald unsere Trommeln selber basteln? Danke für Deinen Bericht! Wir sind jeden Morgen neu gespannt, was es Neues zu lesen gibt. Viele Grüße aus einem recht heißen Berlin - Sigrid
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